Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil.

Er erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als abgetrennt von allem anderen - eine Art optische Täuschung des Bewusstseins...

Unser Ziel muss sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Horizont unseres Mitgefühls erweitern, bis er alle lebendigen Wesen und die gesamte Natur in all ihrer Schönheit umfasst.

Albert Einstein (1879-1955)

In dem Buch "Das Wagnis der Liebe" von Claude Beata weist der Autor daraufhin, dass Menschen in Forschungen Tieren meist die falschen Fragen stellen, da es eben typische - aus der menschlichen Sicht- gestellte Fragen sind. So erfährt er folgenden Traum:

" Manchmal höre ich einer Versammlung von Delfinen zu. Sie studieren Menschen, die wohl eine neue Sintflut zu einem Leben im Wasser gezwungen hat. Vielleicht beginnt der geistig aufgeschlossenste Delfin unter ihnen seine Einführungsvorlesung mit folgenden Worten: "Liebe Kollegen und Freunde, ich versichere ihnen, diese Gattung ist nicht uninteressant. Natürlich sind sie bedauernswerte Geschöpfe, die nicht wie wir beim Schwimmen schlafen können. Sie können nicht einmal mit einem Fuß auf einem im Wasser treibenden Baumstamm stehen und sich dabei ausruhen, wie einige mit uns befreundete Vögel. Von der Geschwindigkeit, mit der sie schwimmen will ich gar nicht reden...Trotz dieser hinlänglich bekannten Defizite und Mängel (sie verfügen nicht einmal über eine Ortung mit Sonar) und trotz ihrer mangelhaften Ergebnisse beim DIAT(dem Dolphin Intelligence Assessment) denke ich immer noch, dass sie eine elementare Intelligenz haben."

Ich schrecke aus dem Schlaf hoch: Zum Glück stimmt das nicht, die Erde mit ihrem festen Grund und Boden ist noch immer da! Wir können sie noch zerstören oder aber bewahren, indem wir aufhören, Tiere vor unlösbaren Problemen zu stellen, sondern sie in die Überlegungen zu wichtigen Fragen ihrer und unserer Existenz einbeziehen...Stellen wir also weniger abstrakte Erklärungsversuche an und zeigen dafür mehr Sensibilität!"

(Claude Beata: Das Wagnis der Liebe, S.84-85)

Was kann das heißen?

Ich stelle hiermit einmal eine These auf, über die es sich sicher lohnt darüber nachzudenken, obwohl ich auch glaube, dass wir Menschen vieles mit unserem Verstand nicht wirklich "verstehen".

Von daher würde ich Sie bitten diese These einfach auf sich wirken zu lassen, sie wahrzunehmen. Also nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit Ihren anderen Sinnen und deren Tiefe.

Meine These dazu ist:

Wir Menschen nehmen Tiere nur aus unserem Blickwinkel wahr und dann auch nur die äußere Form. Doch so wie das Menschsein sich als äußere Form definiert und doch so viel mehr ist, als dies, so ist auch das Tier nur eine Form, die nach außen sichtbar ist.

Jeder Mensch hat hinter seiner Form auch sein "SEIN". In diesem "SEIN" ist er wirklich, allumfassend und "zu Hause". In der Meditation  kann der Mensch sein "SEIN" regelmäßig erleben und weiß deswegen um dessen Existenz.

So hat auch das Tier hinter seiner Form mit all seinen Funktionen (Instinkten etc.) sein "SEIN" und auch die Tiere erleben sich darin.

Begegnen sich Mensch und Tier auf dieser Ebene erfahren und erlernen wir voneinander viel mehr, als uns die äußere Form je bieten kann.

So bin ich davon überzeugt, dass viele Tiere weiser, friedvoller und demütiger sind. Sie sind bereit sich zu opfern für den Menschen, damit dieser lernen und sich weiter entwickeln kann. Auch das ist natürlich von Tier zu Tier unterschiedlich. Manche kommen nur auf die Welt, um einen oder mehrere Menschen zu heilen und sie in ihrer Entwicklung zu fördern. Andere wiederum nehmen das Leben für die eigene Entwicklung an und bleiben dabei mehr "bei sich".

So ist der Mensch nicht wertiger als ein Tier. Ganz im Gegenteil.

Schon lange ist es notwendig, dass das Tier, wie der Mensch ein Grundrecht bekommt.

Das Grundrecht auf LEBEN.

Das käme nicht nur den Tieren zugute, sondern auch uns Menschen.